Heinrich Brandler – Vor 135 Jahren geboren

Am 3. Juli 1881 geboren, war Heinrich Brandler von Beruf Maurer. Mit seinem Berufskollegen Fritz Heckert kam Brandler 1913 nach Chemnitz und wurde dort gemeinsam mit ihm Wortführer der Linken. 1914 lehnten sie die vom SPD-Parteivorstand verkündete »Burgfriedenpolitik« ab. Vom Oktober 1919 bis August 1921 war Brandler Mitglied der Zentrale der KPD. Die 2. Tagung des Zentralausschusses der KPD vom 22. bis 24. Februar 1921 wählte ihn und Walter Stoecker zu Vorsitzenden der Partei. Im Oktober 1923 gehörte er der Arbeiterregierung in Sachsen als Leiter der Staatskanzlei an.

Nach dem KPD-Verbot in Folge der Oktoberniederlage 1923 erfolgte seine Absetzung als Parteivorsitzender; später wurden ihm wegen angeblicher »opportunistischer Fehler« die Rechte eines Parteimitgliedes entzogen. Gemeinsam mit August Thalheimer gründete er 1928 die KPD-Opposition [KPD (O)]. 1933 emigrierte Brandler nach Frankreich und lebte später zunächst auf Kuba und dann in London. Am 26. September 1967 verstarb er in Hamburg.

K.S.

Ich hasse den Krieg

Nikol Ballan studiert an der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur. Sie ist eine von sieben israelischen Studenten in Leipzig. Eingeschrieben ist sie für Sozialpädagogik. Aber sie »studiert« auch das sächsische Leben. Sie spricht Hebräisch, Arabisch, Englisch, Italienisch und Deutsch. Jetzt lernt sie auch noch Japanisch …

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Ikarus statt Herakles

Das Leipziger Museum der bildenden Künste zeigt derzeit Arbeiten von Lutz Dammbeck. Mit Unterstützung von Freistaat und Museumsförderern wurden drei Werkgruppen aus dem »Herakles Konzept« angekauft, dazu kommen Schenkungen des Künstlers.

Unser Rezensent erlebte Dammbeck im Künstlergespräch und versuchte, die Dammbecksche Kunst zu verstehen. Er ist nicht begeistert.

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Richard Wagners »Ring des Nibelungen« in Leipzig

In den 1970er Jahren sorgte Joachim Herz mit seiner Inszenierung des Rings für Aufsehen. Mit einer bis dahin kaum gekannten darstellerischen und musikalischen Eindringlichkeit setzte er Maßstäbe.

Inzwischen sind 40 Jahre vergangen, bis in Leipzig eine neue Inszenierung dieses Gipfelwerkes das Bühnenlicht erblickte. Und in diesen 40 Jahren hat der »Ring« viele sogenannte Lesarten und Neudeutungen durchleben und erleiden müssen.

Jetzt gibt es wieder einen »Ring« in Leipzig. Unser Musikkritiker Werner Wolf hat ihn erlebt.

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